Meine Schüler haben mich zum National Piping Centre in Glasgow begleitet und schottische Dudelsack-Luft geschnuppert.
Gemeinsam hatten wir eine tolle Woche voll gepackt mit Dudelsack-Unterricht, Sightseeing und jeder Menge Spaß. Deswegen wollte ich euch hier in Form eines Reisetagebuchs davon berichten. Gleich vorweg: dieser Blog Beitrag ist wohl länger als ihr von mir gewohnt seid, aber es gab doch einiges, dass ich euch unbedingt erzählen wollte.
Die Idee
Nachdem ich letztes Jahr nach meinem Schottland-Aufenthalt von meinen Schülern ganz interessiert ausgefragt wurde und alles ganz genau erzählen durfte, habe ich sofort bemerkt, dass manche meiner Schüler*innen dieses Erlebnis, mit den schottischen Lehrern auch gerne machen würden. Deswegen habe ich mich dann dazu entschlossen, 2 meiner Schülerinnen direkt anzusprechen und sie zu fragen, ob sie mitkommen wollen. Zuerst waren sie unsicher, ob es sprachlich klappen würde. Da ich meine Schüler*innen nicht alleine lasse, wenn sie sich unsicher fühlen, habe ich ihnen versprochen bei ihrem Unterricht mit dabei zu sein, falls sie meine Hilfe brauchen. Die Antwort war zu meiner Freude daraufhin ein schnelles „Ja!“
Tag 1 – Anreise

Am Vormittag ging unser Flug. Mit einem Umstieg in Amsterdam und kurzer Wartezeit für den Anschlussflug, sind wir am späten Nachmittag gut beim „The Piper’s Tryst“ unserem Hotel für die Woche angekommen. Gerade noch rechtzeitig um ein kleines bisschen bei der „Junior Competition“ zuhören zu können.
Tag 2 – Edinburgh
Nach dem Frühstück sind wir mit dem Zug nach Edinburgh gefahren. In Edinburgh haben wir die City Sightseeing Bus Tour gemacht. So eine Bus-Tour ist für den ersten Überblick einer Stadt eine super Sache. Man sitzt mit Kopfhörern – die bei jedem Sitzplatz angeschlossen werden können im Bus und kommt bei den wichtigsten Punkten vorbei. Wir sind trotz des kalten und starken Windes oben am freien Dach gesessen und hatten dadurch einen sehr gute Sicht auf alles.
Nach unserer Tour ging es noch zu einigen Punkten, die meine Schülerinnen unbedingt sehen wollten. Darunter das Grab von „Gray Friars Bobby“ und dem Grab, welches zur Inspiration von Tom Riddle (Harry Potter) diente. Außerdem waren wir tief unter der Stadt Edinburgh im „The real Mary Kings Close“ und bekamen einen Einblick in einen Teil von Edinburghs Geschichte.
Am Abend waren wir dann noch bei meinem Bruder eingeladen, bevor wir (papp satt vom guten Essen) wieder nach Glasgow zurück gefahren sind.
Tag 3 – der erste Dudelsack Unterricht am National Piping Centre
Der 1. Tag mit den schottischen Lehrern war endlich da – nicht nur für meine Schüler. Auch ich habe die Woche genutzt um einen Intensiv Kurs zu machen. Während meiner eigenen Stunden hatten meine Schülerinnen Freizeit und haben sich in Glasgow umgesehen. Während meine Schülerinnen ihre Einzelstunden hatten, bin ich als stilles Mäuschen mit dabei gewesen und habe aufgepasst, ob eventuell meine Hilfe zur Übersetzung gebraucht wird.
Den Rest des Tages haben wir für einen kleinen Ausflug zur University of Glasgow genutzt.

Tag 4 – Unterricht und das Riverside Museum
Nachdem wir mit dem Unterricht fertig waren, sind wir mit der U-Bahn zum Riverside Museum gefahren. Dieses Museum hieß früher „Museum of Transport“ – falls jemanden dieser Name bekannt vorkommt. Das Museum beinhaltet alle möglichen Verkehrsmittel aus den verschiedensten Jahrzehnten. Autos, Motorräder, Kutschen, U-Bahn ect.
Außerdem gibt es für Kinder immer etwas zu erleben. Dieses Mal gab es einen Star-Wars-Lego-Figuren-Pfad. Man musste eine Reihe an bestimmten Lego-Figuren finden, welche direkt bei den Ausstellungsstücken versteckten waren. Um die Suche zu vereinfachen gab es verschiedene Hinweise. Wie konnte es anders sein, habe wir uns natürlich auf die Suche der Figuren gemacht und alle gefunden!
Tag 5 – zuerst Dudelsack spielen, dann durch die Stadt spatzieren
Je nach Verfügbarkeit der Lehrer werden die Stunden zu unterschiedlichen Zeiten abgehalten, deswegen haben wir uns an diesem Tag dazu entschieden, nur einen ausgedehnten Spaziergang zu machen. In Glasgow gibt es den „Mural Trail“, ein Kunstprojekt zur Verschönerung der Straßen von Glasgow. Gebäude-Wände wurden seit 2008 mit wunderschönen Gemälden und Spray-Kunst verschönert. Gemeinsam haben wir einige dieser Bilder gesucht und gefunden. Eine der beiden Schülerinnen hat in ihrer Freizeit noch fleißig weiter gesucht und dadurch kam eine ordentliche Sammlung zusammen.
Tag 6 – ganz viel Musik
Da wir dieses Mal alle hintereinander an der Reihe waren, hatten wir einen langen Nachmittag vor uns. Den haben wir wieder mit etwas Sightseeing gefüllt und haben auch noch die Glasgow Sightseeing Bus Tour gemacht. Am Abend sind wir gemeinsam in ein Pub gegangen, da es dort eine „Session“ ab. Diese Sessions sind eine super Sache. Musiker – hauptsächlich Studenten – treffen sich und spielen gemeinsam Musik.
Tag 7 – das letzte Mal Dudelsack Unterricht

Freitag war unser letzter Unterrichtstag. Perfekt um nochmals alles in Erinnerung zu rufen, was die ganze Woche so gelernt wurde. Am Abend haben wir uns mit meinem Lehrer Dr. Andrew Bova gemütlich im „the Pipers Tryst“ zusammengesetzt, köstlich gegessen und etwas getratscht (und die tolle Woche ein wenig gefeiert).
Tag 8 – Competition
Die Woche verging so wahnsinnig schnell! Da war plötzlich der Samstag da.
Was für ein glücklicher Zufall, fand an diesem Tag im National Piping Centre, Otago Street die „Uist and Barra“-Competition statt. 10 Weltklasse Dudelsackspieler traten gegeneinander an. Gesamtgewinner des Abends war Stuart Liddell.
Tag 9 – Heimreise
Der Sonntag war da und es war an der Zeit die Heimreise anzutreten.
Es war eine lern-intensive Woche mit sehr vielen Eindrücken. Wir genug Zeit um einiges an Sightseeing unterzubringen, sehr viel Spaß und sind nun noch motivierter zu Hause angekommen.
Mir hat die Woche so gut gefallen, dass ich nächstes Jahr meinen Schüler*innen wieder gerne anbiete, mich zu begleiten.
Ich denke, 2 kommen bestimmt mit ….

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